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Rocarde Schmuck- und Edelsteinlexikon

Alt und doch stets begehrt. Schmuck- und Edelsteine sind auf vielfältige Art für viele Menschen ein täglicher Wegbegleiter. In unserem Edelstein-Lexikon geben wir einen aktuellen Überblick und bieten Ihnen viel Wissenswerte.

  1. Einleitung
  2. Schmucksteine sind keine Edelsteine
  3. Von Heilsteinen und Talismanen
  4. Die Pflege und Aufbewahrung von Schmuck
  5. Informationen von A - Z

Natürlich soll Ihnen unser Lexikon auch eine zielgerichtete Orientierungshilfe bei der Auswahl Ihres persönlichen Geschenkes sein. Viel Spaß beim „Schmökern“ in unserem Edelstein-Lexikon, wünscht Ihnen das Rocarde Team.

Einleitung

Der Wunsch sich zu schmücken ist so alt wie die Menschheit. Sei es um sich innerhalb einer gesellschaftlichen Umgebung besonders hervorzuheben, zu rituellen und religiösen Zwecken, um eine soziale Stellung oder einen Machtanspruch anzuzeigen oder einfach nur um das eigene Erscheinungsbild zu verbessern und interessanter zu gestalten und darüber hinaus auch noch etwas für das Selbstwertgefühl zu tun. Durch die Zeitepochen hinweg haben sich die Rohmaterialien für Schmuck von Muscheln, Knochen, Elfenbein und Federn hin zu Perlen, Schmuck- und Edelsteinen entwickelt. Erster Körperschmuck ist nachweislich 25.000 Jahre alt, es sind Halsketten aus Fischgräten. Für die Herstellung von Schmuck wurden „farbige Steine“ erstmals in den alten Hochkulturen Chinas und im Vorderen Orient um ca. 3.000 vor Christus verwendet. In der Natur kann man aber keine Edelsteine sammeln, sondern es werden Mineralien gewonnen bzw. gefunden. Erst durch Schleifen, Schneiden, Formen und Polieren, werden aus Mineralien „edle Steine“. Und nicht jedes Mineral lässt sich hin zu einem Edel- oder Schmuckstein bearbeiten. Besondere Eigenschaften müssen hierzu vorhanden sein, insbesondere eine Farbe, Glanz und Transparenz, die Brechung von Licht, die Aufgliederung des Lichts (Dispersion) und eine Härte. Mit dem Wissen um den Wert von Edelsteinen und über Schmuck allgemein, haben sich in der Folge spezialisierte Industrien und Gewerbezweige entwickelt. Von den Gold- und Diamantminen über die Schmuckhersteller bis hin zu den Juwelieren im Groß- und Einzelhandel, ist heute die weltweite Schmuckindustrie ein Geschäft mit Milliardenumsätzen und Hunderttausenden von Arbeitsplätzten. Zum Schutz des Verbrauchers und um klare Regeln in Handel zu haben, war es notwendig, dass einheitliche Handelsbezeichnung, Graduierungsvorschriften und Klassifizierungen eingeführt wurden. Die vielen unterschiedlichen nationalen Bezeichnungen werden seit 1961 durch die Handelsorganisation CIBJO ( Confédération International de la Bijouterie, Joaillerie, Orfèvrerie des Diamantes, Perles et Pierres ) international harmonisiert und vereinheitlicht.

Schmucksteine sind keine Edelsteine

Heute unterscheidet man generell zwischen Edelsteinen und Schmucksteinen. Edelsteine müssen die folgenden vier Kriterien erfüllen:

  • Seltenheit
  • Ritzhärte nach Mohs 7,5 (8) und höher
  • Transparenz
  • Geeignet für einen Facettenschliff

Als Edelsteine werden Diamant, Korund (Rubine, Saphire) und Beryll (Smaragd, Aquamarin), Spinell, Chrysoberyll, Turmalin und Topas geführt, darüber hinaus auch einige schleiffähige Varietäten der Minerale Zirkon und Granat. Bei Schmucksteinen handelt es sich um alle weicheren, meist farbigen aber nicht schleifbaren bzw. nur bedingt schleifbaren Steine. Schmucksteine werden zur Formgebung meist geschnitten, gebrochen oder poliert. Nach aktueller Definition der CIBJO zählen auch Perlen und die organischen Substanzen Perlmutt, Koralle und Bernstein zu den Schmucksteinen. „Halbedelstein“ ist ein früher verwendeter Begriff für alle Steine außer Diamant, Rubin, Saphir, Smaragd, Aquamarin. Nach CIBJO gibt es diese Bezeichnung bei Klassifizierungen und im Handel nicht mehr. Heute sind etwa 4.600 Minerale bekannt, aber für die Herstellung von Schmuck finden nur wenige Sorten Verwendung. Für die Schmuckherstellung sind heute ca. 50 mineralische Edel- und Schmucksteinsorten von wirtschaftlicher Bedeutung. Die Gemmologie, wird als die Wissenschaft von den Edelsteinen oder kurz als Edelsteinkunde bezeichnet. Sie beschäftigt sich als Teilgebiet der Mineralogie ausschließlich mit den für die Schmuckherstellung genutzten Mineralien und deren Varietäten.

Heilsteine

Edel- und Schmucksteine werden wegen ihrer Farbe, des Glanzes aber auch wegen ihrer Seltenheit, von vielen Menschen seit jeher als etwas Besonderes wahrgenommen. Schon in der Antike wurden sie deswegen als Talismane und Amulette verwendet, da ihnen besondere Heilkräfte und Schutzfunktionen zugeordnet wurden. Es entstanden über die Jahrhunderte hinweg viele unterschiedliche Tabellen welchen Tierkreiszeichen, Monaten und Wochentagen welche Steine zuzuordnen sind. Auch gibt es umfassende Listen über die energetischen Wirkungen von Steinen, die somit, nach Meinung der Verfasser dieser Listen, bei richtiger Anwendung zu Heilsteinen werden.

Die Pflege und Aufbewahrung von Schmuck

Edel- und Schmucksteine haben teilweise sehr sensible Oberflächen und wie jeder Gegenstand benötigt auch Schmuck ein Mindestmaß an Pflege zur langfristigen Erhaltung. Die folgenden Tipps sollen dazu beitragen, dass Sie eine lange ungetrübte Freude mit Ihrem Schmuck haben. … niemals zu eng beieinander aufbewahren, da die Steine sich gegenseitig Kratzer zufügen können. Vorzugsweise in separaten Fächern Ihres Schmuckkästchens lagern. … grundsätzlich erst nach dem Schminken und Frisieren angelegt, da Parfüms, Kosmetika, Deodorants, Haarspray und andere chemische Substanzen die Steine angreifen können. … vermeiden Sie das Tragen von Schmuck bei der Hausarbeit, beim Sport oder bei anderen Aktivitäten die Ihrem Schmuck Schaden zufügen können. Neben möglichen mechanischen Beschädigungen durch harte Gegenstände, wirken sich auch Haushaltsreiniger nachteilig auf die glänzenden Oberflächen aus. … nach jedem Tragen ist es ratsam, sich die kurze Zeit zu schenken und den Schmuck, einschließlich der Verschlüsse, von Schmutz, Staub, Öl, Kosmetika- und Schweißspuren zu befreien. Somit erhalten Sie optimal den Glanz und das Funkeln der Steine. … einmal im Jahr von einem Juwelier fachmännische reinigen lassen. Dieser wird dann auch gleich die Verschlüsse und Fassungen überprüfen.

Informationen von A - Z

Es kann sein, dass ausgerechnet der von Ihnen gesuchte Begriff in unserem Lexikon fehlt. In diesem Falle schicken Sie uns einfach eine E-Mail. Gerne beantworten wir Ihre Frage.

Achat

Mineralklasse Oyide und Hydroxide
Gruppe Achat
Mohshärte 6,5 - 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) in allen Farben möglich, stets gestreift
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Dichte 2,6 –2,97
Hauptfundorte Indien, Madagaskar, Deutschland, Indien, Mexiko, Uruguay, Brasilien

 edelstein_dreierpack

 

 

Der Name des Achats soll von einem Fluss in Sizilien abgeleitet sein, wo er erstmalig gefunden wurde. Die Gewinnung von Achaten erfolgt fast immer im Tageabbau. Wegen ihrer natürlichen Größe, werden aus den Achatdrusen nicht nur Steine für die Schmuckherstellung sondern auch die unterschiedlichsten Utensilien hergestellt. Wird als Schmuckstein oft künstlich gefärbt.

Achroit

Die farblose Varietät der Turmaline.

Alexandrit

Grün- bis blaugrünfarbiger Varietät des Chrysoberylls.

 edelstein_grun

 

Almandin (Granat)

Mineralklasse Silicate
Gruppe Granat
Mohshärte 7,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) rot, rot-violett, stets gestreift
Glanz Glas- bis Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Dichte 3,95 – 4,32
Hauptfundorte Deutschland, Österreich, Tschechien, Schweden, Russland, Indien, USA, Sri Lanka, Brasilien

 edelstein_rot

 

 

Der Almandin ist die rotfarbige Varietät der Granate mit einem Stich ins Violette und schon von den Römern als „carbunculus almandius“ bezeichnet. Wird handelsüblich auch oft „Deutscher Diamant“ genannt.

Amazonit

Mineralklasse Silicate
Gruppe Feldspat
Mohshärte 6,0 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) grün, bläulichgrün
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend, undurchsichtig
Dichte 2,56 – 2,58
Hauptfundorte Russland, USA, Brasilien, Indien, Kenia, Madagaskar und Namibia

 edelstein_zweierpack

 

 

Ein Schmuckstein der ca. 1850 erstmalig im Ural abgebaut wird.

Amethyst

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarze
Mohshärte 7
Strichfarbe weiß
Farbe(n) blaß- bis rotviolett
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig
Dichte 2,65
Hauptfundorte Deutschland, Brasilien, Uruguay, Mexiko, Madagaskar, Namibia

 edelstein_lila

 

 

Der Name kommt aus dem griechischen und steht für „nicht betrunken“, denn Amulette aus Amethyst galten im Altertum als Schutz gegen Trunkenheit.

Aquamarin

Mineralklasse Silicate
Gruppe Beryll
Mohshärte 7,5 – 8,0 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) blass- bis dunkelblau, seltener blaugrün
Glanz lebhafter Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 2,68 – 2,74
Hauptfundorte Brasilien, Australien, Namibia, Südafrika und Madagaskar

 edelstein_quad

 

 

Er ist der Glücksstein der Matrosen und ihrer Bräute und sein Name steht für „Wasser der Meere“.

Asterismus (Sterneffekt)

edelstein_blau

 

 

 

Sternförmiger Lichtschein, der sich auf der Oberfläche eines Cabochons zeigt. Besonders bei Korunden (Rubinen und Saphire) als sechsstrahliger Stern zu beobachten. Sie entsteht durch Reflexion des Lichts an parallel angeordneten Fasern, Nadeln oder Hohlkanälen der Steine.

Azurit (Azur-Malachit)

Mineralklasse Carbonate
Gruppe Azurit
Mohshärte 3,5 -4,0
Strichfarbe himmelblau
Farbe(n) tiefblau, azurblau, oft grünliche Malachiteinlagerungen
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,7 – 3,9
Hauptfundorte Deutschland (Schwarzwald), Frankreich, Namibia, Russland, USA

 edelstein_grunmatt

 

 

Azurit wird wegen seiner geringen Härte meist zu Cabochonen gedrechselt und für Halsketten oft aber auch für Kunstgegenstände verwendet.

Balasrubin

Die blassrote Varietät des Spinells.

Bergkristall

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Quarze
Mohshärte 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) farblos
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig
Dichte 2,65
Hauptfundorte Brasilien, Madagaskar, USA, Österreich, Frankreich und Schweiz

 edelstein_zweierpackkristall

 

 

Bergkristalle sind piezoelektrisch, d.h. sie geben teilweise messbare Schwingen ab. Dies hat dazu geführt, dass den Bergkristallen in vielen Kulturen magische Kräfte nachgesagt werden. Der Name Kristall ist griechisch und steht für „Eis“. Trotzdem dass oft sehr große Bergkristalle gefunden werden, sind bearbeitungs- bzw. schleiffähige Steine relativ selten.

Bernstein

Mineralklasse Gruppe der organischen Verbindungen
Mohshärte 2,0 – 2,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) hellgelb bis braun, rot, fast weiß, selten blau und schwarz
Glanz Fett- bis Harzglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig, wegen zahlreicher Bläschen und Risse gewöhnlich trüb
Dichte 1,05 – 1,30
Hauptfundorte Anrainerstaaten der Ostsee, England, Italien, Rumänien, Myanmar, Kanada, USA

 edelstein_bernstein

 

 

 

Der Name leitet sich, wegen seiner leichten Entzündbarkeit, aus dem niederdeutschen Börnen = Brennen ab. Bernsteine sind Ablagerungen in Tongestein oder Strand-ablagerungen. Es ist ein fossiles, erhärtetes Harz einer Kiefer die vor 50 Millionen Jahre umfangreiche Wälder bildete. Findet schon seit frühester Menschheitsgeschichte Verwendung bei der Herstellung von Schmuck- und Kultgegenständen. Bernsteine zeigen gelegentlich auch Einschlüsse von Insekten und Pflanzenteile.

Beryll

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 7,5 – 8,0 ( = Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) Viele Farben, die grünen Varietäten heißen Smaragd, die blauen Aquamarine, alle anderen schönfarbigen Arten werden Edelberyll genannt
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 2,63 – 2,91
Hauptfundorte Österreich, Kolumbien, Brasilien, Myanmar, Indien, Russland, Australien, Südafrika, Madagaskar, Sambia

Die drei Varietäten der Beryll-Gruppe gehören neben Diamant, Rubin und Saphir zu den wertvollsten Edelsteinen im Schmuckhandel.

Bestrahlen

Durch Bestrahlungen mit elektromagentischen Wellen können Farbveränderungen an Schmucksteinen herbeigeführt werden. Solche künstlichen Farbveränderungen müssen bei einer Graduierung angeben und im Verkauf angezeigt werden.

Brennen

Die Farbe von einigen Edel- und Schmucksteinen, kann durch Brennen verändert werden. Farbveränderungen durch Brennen (Hitzebehandlungen) müssen nach CIBJO vom Verkäufer jedoch nicht angezeigt werden. Am bekanntesten sind die farbveränderten Hitzebehandlungen von Amethyst, Aquamarin, Turmalin, Zirkon und Achat.

Brillant

Umgangssprachlich werden alle geschliffenen Diamanten als Brillant bezeichnet. Richtig ist die Bezeichnung aber nur für Diamanten mit einem Brillantschliff.

Cabochon

Als Halbkugel geschliffener Stein, der durch keine Facetten unterbrochen ist und eine gleichmäßige Oberfläche zeigt. Die Bearbeitung der Steine erfolgt daher immer im Glattschliff, der plan (eben) oder gewölbt (muggelig) ausgeführt wird.

Ceylanit

Die grünschwarze bis schwarze Varietät des Spinells.

Chalcedon

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) hellblau, bläulich, blau, teilweise mit weißgrauer Bänderung
Glanz Glasglanz
Transparenz trüb durchscheinend
Dichte 2,58 – 2,64
Hauptfundorte Brasilien, Indien, Namibia, Sri Lanka und Simbabwe

 edelstein_hellblau

 

 

Als Chalcedon wurden in der Antike sehr verschiedene Farbsteine bezeichnet und ist mineralogisch gesehen die Bezeichnung oft für eine ganze Gruppe von Quarzen (u.a. Karneol, Onyx, Chrysopras, Jaspis). Der Chalcedon selbst ist davon die bläuliche Varietät. Der Name ist vermutlich von einer Stadt am Bosporus abgeleitet. Stets leicht porös, daher leicht zu färben. In der Antike galt der Chalcedon als der Stein der Rechtsgelehrten, da er besondere sprachfördernde Eigenschaften besitzen soll.

Chatoyance

Die Chatoyance (französisch chatoyer = schimmern) wird auch Katzenaugeneffekt genannt. Er ist ein flächenhafter, schimmernder Lichteffekt bei Mineralien und Schmucksteinen, der bei runden Schmucksteinformen oft als Lichtstreifen, ähnlich wie ein Katzenauge, wahrgenommen wird.

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Dieser Effekt tritt hauptsächlich bei den Mineralien Chrysoberyll und Tigerauge auf.

Chlorospinell

Die grüne Varietät des Spinells.

Chrysoberyll

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Beryll
Mohshärte 8,5 ( = Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) verschiedene Farben, die gelbliche Varietät heißt Chrysoberyll-Katzenauge, die grünen und blaugrünen Steinen heißen Alexandrit
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,70 – 3,78
Hauptfundorte Brasilien, Sri Lanka, Myanmar, Russland, Madagaskar und Simbabwe

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Obwohl Chrysoberylle schon im Altertum bekannt waren, haben sie als Edelsteine nie eine große Bedeutung gehabt. Alexandrit wurde erstmals 1830 im Ural gefunden und nach dem damaligen russischen Zar Alexander benannt. Diese Varietät verändert seine Farbe unter Kunstlicht von grün in rot.

Chrysolith

Grünfarbiger Schmuckstein, siehe Peridot.

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Chrysopras

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Untergruppe Chalcedone
Mohshärte 6,25 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) verschiedene Grünfarben, apfelgrün
Glanz Glasglanz
Transparenz Durchscheinend bis völlig undurchsichtig
Dichte 2,58 – 2,64
Hauptfundorte Polen, Australien, Brasilien

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Gilt als der wertvollste Stein innerhalb der Gruppe der Chalcedone. Wird meist als Cabochon für Halsketten verarbeitet. Fand früher auch als Dekorstein in Kirchen und Schlössern Verwendung oder bei der Herstellung von kunstgewerblichen Gegenständen. Übersetzt heißt der Name „Goldlauch“, wobei diese alte griechische Bezeichnung heute nicht mehr deutbar ist.

CIBJO

Die Internationale Vereinigung für Schmuck, Silberwaren, Diamanten, Perlen und Steine, kurz CIBJO (aus dem französischen: Confédération International de la Bijouterie, Joaillerie, Orfèvrerie des Diamantes, Perles et Pierres oder auch World Jewelry Confederation genannt) ist der der Weltdachverband für den Schmuck- und Juwelenfachhandel.

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Seinen Hauptsitz hat er in Bern. Seit 1961 werden in den sogenannt „Blauen Büchern“ des Verbandes die internationalen Standards für Graduierung, Prüfung und Benennung von Diamanten, Edel- und Schmucksteinen, Perlen sowie Edelmetall festgehalten, international harmonisiert und vereinheitlicht.

Citrin

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Mohshärte 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) hellgelb bis dunkelgelb, goldbraun
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig
Dichte 2,65
Hauptfundorte Brasilien, Madagaskar, USA, Myanmar, Namibia

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Obwohl der Name übersetzt „Zitronenstein“ bedeutet wurde der Citrin bis Mittelalter hinein als Sonnenstein verehrt, der seinem Träger ewiges Leben schenkt. Natürliche Citrine sind heute sehr selten, die meisten angebotenen Steine sind gebrannte Amethyste oder Rauchquarze. Gebrannte Citrine zeigen einen Stich ins rötliche, natürliche Citrine sind dagegen überwiegend blaßgelb.

4 C

Bei der Bewertung von Edelsteinen steht diese Bezeichnung für „Colour, Clarity, Cut und Carat“ und bedeutet übersetzt „Farbe, Reinheit, Schliff und Gewicht“. Die „4C“ sind die vier internationalen Graduierungsmerkmale bei der Klassifizierung und der Ermittlung des Marktwert eines Edelsteins.

Cut (Schliff)

Es gibt keine allgemein gültige Systematik der Edelsteinschliffe. Die Aufgabe des Schliffs ist es, den Edelstein durch Facetten weiter zu veredeln um ihm die größtmögliche Schönheit und Ebenmäßigkeit abzugewinnen. Üblich für Diamanten ist der erstmals 1456 für Diamanten entwickelte Brilliantschliff, der eine optimale Reflektion des Lichts bewirkt. Er hat 32 Facetten im Oberteil und 24 Facetten im Unterteil. Allgemein unterscheidet man in Facettenschliffe, welche fast immer bei Edelsteinen angelegt werden und Glattschliffe (Cabochon und Kugel) die zumeist bei den weniger harten Schmucksteinen Anwendung finden. Neben dem Brilliantschliff gibt es mehr als 50 weitere Facettenschliffe, die bekanntesten hiervon sind:

  • Ovalschliff
  • Smaragdschliff
  • Baguetteschliff
  • Ceylonschliff
  • Treppenschliff
  • Scherenschliff
  • Navette
  • Briolett
  • Pendeloque
  • Tropfenschliff

Carat (Gewicht)

Die Gewichtseinheit für Edelsteine, siehe Karat.

Diamant

Ein Diamant ist reiner Kohlenstoff und zählt zu den Elementen und hat das chemische Zeichen C ( = Carbonium ), er entsteht wenn die Schwellenwerte von 2.000 Grad Celsius Hitze und 40.000 Atü Druck überschritten werden. Die höchsten Werte erreichen völlig farblose Steine weil sie auch am seltensten sind. Die meisten Diamanten sind jedoch gelblich bis braun.

Mineralklasse Element
Mohshärte 10,0 ( = Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) gelb, braun, farblos: gelegentlich auch blau, grün, rötlich und schwarz
Glanz Diamantglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,47 – 3,55
Hauptfundorte Südafrika, Russland, Namibia, Angola

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Der Name des Diamanten leitet sich vermutlich von dem griechischen Wort „adamas“ der Unbezwingbare ab, begründet durch die größte messbare Härte, mit der er an der Spitze der Edelsteine steht. Wegen seiner besonderen mineralischen Qualitäten und seiner Seltenheit war der Diamant durch viele Jahrhunderte hindurch nur Königen vorbehalten und durfte bis ins 15. Jahrhundert sogar nur von Männern getragen werden. Meist weniger als 20% der Diamantförderung wird letztlich als schleifwürdig erkannt. Die Bewertung von Diamanten als Schmucksteine erfolgt nach den internationalen Graduierungsmerkmalen der 4C (Colour, Clarity, Cut, Carat). Die aktuelle Weltproduktion von schleiffähigen Naturdiamanten liegt bei etwa 120.000.000 ct, dies entspricht 240 Tonnen pro Jahr. Mehr Informationen im Diamantlexikon von Rocarde.

Deutsche Gemmologische Gesellschaft e.v. ( 55743 Idar-Oberstein )

Die Deutsche Gemmologische Gesellschaft e.V. (DGemG) wurde 1932 gegründet und hat ihren Sitz in 55743 Idar-Oberstein in Rheinland-Pfalz.

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Die zwei in der Satzung beschrieben Schwerpunkte sind die Förderung der Gemmologie als Wissenschaft und Technik und die Entwicklung der Aus- und Weiterbildung auf edelsteinkundlichem Gebiet und die damit verbundene Vermittlung von Fachwissen über Edelsteine in Theorie und Praxis.

Dichroismus (Zweifarbigkeit)

Eigenschaft von Edelsteinen je nach Lichteinfall eine zweite Farbe zu zeigen. Dies wird verursacht durch eine ungleiche Absorption des Lichts doppelbrechender Kristalle bestimmter Mineralien.

Dichte

Das Verhältnis des Gewichts eines Körpers zu seinem Volumen, meist in Gramm pro Kubikzentimeter angeben. Bei Edelsteinen wird das spezifische Gewicht als Dichte bezeichnet. Eine Dichte unter 2 wird als leicht, solche von 2 – 4 als normal und jene über 4 als schwer empfunden.

Dispersion

Bei farblosen und geschliffenen Steinen kann man gelegentlich ein Farbspiel beobachten, dass durch die Brechung bzw. die Auffächerung des einfallenden weißen Lichts in die Spektralfarben (Regenbogenfarben) zustande kommt. Die Messung der Dispersion ist sehr aufwendig und nur mit Spezialmessgeräten möglich.

Dravit

Die gelb bis braune Varietät der Turmaline.

Druse

Gestein, dessen hohles Innere (die Geode) mit Kristallen bewachsen ist. Am bekanntesten sind die Achat- und Amethystdrusen.

Dublette

Ein gestalterisches Mittel zur Schmuckgestaltung aber auch eine Art der Edelsteinnachahmung sind zusammengesetzte Steine. Hierbei wird ein natürlicher Stein mit einem anderen, niedrig wertigeren Stein oder aber auch mit Glas oder Kunststoff zusammengefügt bzw. zusammengeklebt. Die so entstehenden zweiteiligen Schmucksteine nennt man Dublette, dreiteilige Triplette.

Edelberyll

Mineralklasse Silicate
Gruppe Beryll
Mohshärte 7,5 – 8,0 ( = Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) goldgelb, gelbgrün, gelb, rosa und farblos
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 2,66 – 2,87
Hauptfundorte Brasilien, China, Indien, Australien, Südafrika, Namibia, Madagaskar, Simbabwe

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Edelberyll umfasst alle Farbvarietäten der Beryll-Gruppe die nicht als Smaragd oder Aquamarin klassifiziert sind. In Handel werden für die verschiedenen Farbvarietäten teilweise spezielle Bezeichnungen verwendet: Goshenit (farblos), Heliodor (gelb bis goldgelb) und Morganit auch Rosaberyll ( rosa). Die Steine der Beryll-Gruppe gehören neben Diamant, Rubin und Saphir zu den wertvollsten Edelsteinen im Schmuckhandel.

Edelmetalle

Nur die besonders korrosionsbeständigen Metalle

  • Gold
  • Silber
  • Platin
  • Palladium

werden als Edelmetalle bezeichnet. Zum einen weil ihre Vorkommen sehr begrenzt sind und sie zum anderen schon seit dem Altertum zur Herstellung von Schmuck und Münzen verwendet werden.

Einschlüsse

Unter Einschlüsse versteht man kleine Mineraleinschlüsse, die während des Wachstums entstanden sind, aber auch Risse, Hohlräume, Luftblasen, Flüssigkeitstropfen, Fahnen und Federn. Solche Einschlüsse können wertmindernd sein, wenn sie die Farbe, die optische Erscheinung oder die mechanische Beanspruchung des Edelsteins negativ beeinflussen. Sie können aber auch wertsteigernd sein wenn sie die Ursache für bestimmte Lichterscheinungen sind. Am Bekanntesten sind die Einschlüsse in Bernstein, hier kommen die verschiedensten Materialien vor, bis hin zu Insekten. Zur Identifikation von natürlichen Edelsteinen gegenüber Imitationen oder synthetischen Steinen können Einschlüsse eine große Rolle spielen.

Elbait

Die grüne Varietät der Turmaline.

Facettenschliff

Überbegriff für eine Gruppe von Schliffformen welche meist bei Edelsteinen angelegt werden. Das Hauptmerkmal dieser Schliffe sind die vielen Flächen (Facetten) in gleichmäßiger Anordnung um den Stein einen optimalen Glanz, größtmögliche Schönheit und Ebenmäßigkeit abzugewinnen, siehe Cut (Schliff)

Färben

Neben dem Brennen und Bestrahlen (siehe dort) können bei porösen Schmuck- und Edelsteinen, wie Lapislazuli, Türkis und Achate Farbveränderungen bzw. Farbverbesserungen auch durch das Zuführen von Farbstoffen, Ölen und Wachs erreicht werden. Diese Arten des Färbens waren schon in der Antike bekannt. Nach CIBJO müssen im Handel gefärbte Steine als solche kenntlich gemacht werden.

Feingehalt

Der Masse-Anteil des höherwertigen Edelmetalls in einer Metallverbindung (Legierung); meist ein Schmuckstück oder eine Münze.

Feueropale

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Quarz
Untergruppe Opal
Mohshärte 5,5 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) orangefarbig oder rot, ohne Farbenspiel
Glanz Glas- bis Wachsglanz
Transparenz klar durchsichtig bis milchig trüb
Dichte 1,9 – 2,5
Hauptfundorte Mexiko, Guatemala, USA und Brasilien

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Der Feueropale sind die orangefarbigen und roten Varietäten des Opals und sind wegen ihrer kräftigen Farbe sehr beliebte Steine zur Schmuckherstellung.

Fluoreszenz

Eigenschaft von Schmuck- und Edelsteinen bei Lichteinfall selbst zu leuchten. Die Fluoreszenz ist eine Form der Lumineszenz (kaltes Leuchten). Fluoreszenz ist dadurch gekennzeichnet, dass sie nach dem Ende der Bestrahlung rasch (meist innerhalb einer Millionstel Sekunde) endet.

Gemmologie

Die Lehre von den Schmuck- und Edelsteinen. Die Gemmologie, wird auch als die Wissenschaft von den Edelsteinen oder kurz als Edelsteinkunde bezeichnet. Sie beschäftigt sich als Teilgebiet der Mineralogie ausschließlich mit den für die Schmuckherstellung genutzten Mineralien und deren Varietäten.

Glattschliff

Überbegriff für eine Gruppe von Schliffform welche überwiegend bei den weniger harten Schmucksteinen angelegt werden. Meist werden die Glattschliffe als halbrunder Cabochon oder als runde Kugel ausgeführt, siehe Cut (Schliff).

Glanz

Mineralien zeigen oft einen für sie charakteristischen Glanz. Man unterscheidet in Glas- und Harzglanz, Seiden- und Perlmuttglanz, Diamantglanz, Fett- und Wachsglanz sowie Metallglanz. Mineralien ohne Glanz sind matt wobei Verwitterungserscheinungen den Glanz beeinträchtigen können. Bei Edel- und Schmucksteinen ist der Glanz ein wichtiges Wertmerkmal.

Gold

Gold zählt zu den Elementen und hat das chemische Zeichen Au ( = Aurum ). Es ist ein Edelmetall, das selten in Reinform vorkommt, sondern meist in Form von Legierungen.

Mohshärte 2,5 - 3
Strichfarbe goldgelb
Farbe(n) goldfarben bis messinggelb
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Dichte 15,5 – 19,3
Hauptfundorte USA, Brasilien, China, Australien, Südafrika, Russland, Kanada, Peru

 

 

 

 

Da sein Vorkommen begrenzt ist, wegen seiner leuchtenden Farbe, seiner chemischen Beständigkeit und seiner guten Formbarkeit wurde Gold schon seit der Antike zur Herstellung von rituellen Gegenständen und Schmuck verwendet. Im Jahr 564 vor Christus führte König Krösus von Lydien ( Kleinasien, die heutige  westliche Türkei ) erstmals  Goldmünzen als Zahlungsmittel ein.

Die weltweite Produktion von Gold erreichte im Jahr 2015 ca. 3.000 to, in 2014 betrug sie noch ca. 2.860 to. Davon werden etwa 75% von der Schmuckindustrie weiterverarbeitet.

An den Weltbörsen wird Gold unter dem Kürzel XAU gehandelt und der Preis für Gold wird immer in US$ je Feinunze                ( 1 Feinunze = 31,1 gr.) angegeben. Seit 1999 bis heute volatierte der Goldpreis zwischen US$ 275,25 und US$ 1.900,85 und notiert aktuell bei US$ 1.138,00 (Stand: Dez 2016), dies entspricht US$ 36.600,0 für ein Kilogramm.

Zurseit sind die internationalen Goldvorräte so hoch wie noch nie in der Weltgeschichte. Im Gegensatz zu anderen Rohstoffen, die verbraucht werden, ist Gold praktisch unzerstörbar. Stand Januar 2015, halten die USA die höchsten Goldreserven mit etwa 8.100 Tonnen, gefolgt von Deutschalnd mit etwa 3.400 Tonnen, dem Internationalen Währungsfond mit 3.200 Tonnen und Frankreich auf Platz vier mit 2.600 Tonnen.

Goldlegierung

Die Gewichtseinheit für Gold ist Gramm. Der Stempel in einem Schmuckstück gibt an, wie viele Feingoldanteile (immer auf 1.000 Anteile bezogen) es enthält. Die üblichen Goldlegierungen für Schmuckzwecke sind in folgender Tabelle aufgeführt:

 edelstein_tabelle01

 

 

 

 

 

 

 

Daneben gibt es noch weitere Legierungen mit regionalen Bedeutungen, so sind 21 Karat (875/---) eine übliche Legierung in arabischen Ländern. Zur Schmuckherstellung wird Gold meist mit den Metallen Silber, Kupfer, Platin oder Palladium legiert. Nickel hingegen wird heute kaum noch für Legierungen verwendet. Weißgold entsteht bei einer Legierung von Gold mit Palladium oder Silber. Rotgold ist meist eine Legierung von Gold mit Kupfer und Silber.

Goshenit

Farblose Varietät des Edelberylls. Benannt nach ihrem Entdeckungsort Goshen im US-Bundesstaat Massachusets. Die seltenste Varietät des Edelberylls.

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Granat

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 6,5 - 7,5
Strichfarbe weiß

Gruppe verschiedener Edelsteine mit ähnlicher Kristallstruktur. Am bekanntesten sind: Almandin - rot mit Stich ins Violette, Pyrop - rot, häufig mit Stich ins Bräunliche, Spessartin - orange bis rotbraun, Uwarowit - grün

Hämatit (Blutstein)

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Mohshärte 6,0 – 6,5
Strichfarbe rot bis rotbraun
Farbe(n) grauschwarz, rot bis rotbraun, oft bunt anlaufend
Glanz Metallglanz bis matt
Transparenz undurchsichtig
Dichte 5,12 – 528
Hauptfundorte Bangladesch, Brasilien, China, Neuseeland, Russland, USA

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Der Name des Minerals (vom griechischen Wort für Blut) wie auch das Synonym „Blutstein“, leiten sich vom rot gefärbten Wasser beim Schleifen ab.

Härte

Ritzhärte von Mineralien und Edelsteinen, wird in Mohs gemessen, siehe Mohshärte.

Heliodor

Gelb bis goldgelbe Varietät des Edelberylls. Der Name leitet sich vom griechischen Helios für Sonne ab.

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Hiddenit

Mineralklasse Silicate
Gruppe Spodumen
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) gelbgrün, grüngelb, smaragdgrün
Glanz starker Glasglanz
Transparenz durchsichtig
Dichte 3,15 – 3,21
Hauptfundorte Myanmar, Brasilien, Madagaskar, USA

 edelstein_quadgrun

 

 

Das Mineral wurde erstmals 1879 in den USA von William Hidden in Schmucksteinqualität gefunden. Die violette Varietät von Spodumen heiß Kunzit.

Hyazinth

Bezeichnung für die gelbe, bzw. gelbrote bis rotbraune Varietät von Zirkon, siehe dort.

 edelstein_orange

 

Indigolit

Die blaue Varietät der Turmaline.

Jadeit

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) meist grün oder weiß, daneben auch gelb, braun, rötlich, violett, fast schwarz.
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend bis undurchsichtig
Dichte 3,30 – 3,38
Hauptfundorte Myanmar, China, Japan, Guatemala, Mexiko, USA

 edelstein_hellfroschgrun

 

 

Der Name Jade oder Jadeit leitet sich aus dem spanischen“ piedra de ijade“ (Stein der Lende) ab, da das Mineral schon bei den Indianern Mexikos als Heilstein galt. Sowohl in China als auch in Mittelamerika wurde Jade seit Jahrtausenden zu Schmuck und religiösen Kultgegenständen verarbeitet Die begehrteste Jade-Varietät ist der smaragdgrüne Imperial-Jade (auch Kaiser-Jade) aus Birma.

Jargon

Bezeichnung für die strohgelbe bis nahezu farblose Varietät von Zirkon, siehe Zirkon.

 edelstein_gelb

 

 

Jaspis

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Quarz
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß, gelb, braun, rot
Farbe(n) alle Farben, meist mehrfarbig, gestreift oder geflammt
Glanz meist matt
Transparenz undurchsichtig
Dichte 2,58 – 2,91
Hauptfundorte Australien, Brasilien, Uruguay, Indien, Südafrika, Madagaskar und USA

 edelstein_streifen

 

 

Der Name Jaspis kommt aus dem Griechischen und bedeutet „gesprenkelter Stein“. Je nach Fundort und Aussehen hat der Jaspis viele unterschiedliche Bezeichnungen und Handelsnamen, z.B. der dunkelgrüne Heliotrop, der braune Bilderjaspis, der gelbe und rote Ägyptische Jaspis, der hell-dunkel gestreifte Zebrajaspis, der rot-gelb-grüne Buntjaspis, der schwarze Basanit u.v.m.

Juwel

Umgangssprachlich ist jedes Schmuckstück ein Juwel, im engeren Sinne versteht man darunter ein Schmuckstück, dass einen oder mehrere in Edelmetall gefasste Edelsteine enthält. Gelegentlich werden auch geschliffene Edelsteine ohne Fassung als Juwelen bezeichnet.

Karat

Gewichtseinheit für Edelsteine. Im Edelsteinhandel seit der Antike im Gebrauch. Leitet sich wahrscheinlich von Kuara = Samenkorn oder Keration = Fruchtkern ab. Seit 1907 wird sowohl in Europa als auch in Amerika das metrische Karat verwendet. Ein Karat entspricht heute 200mg (0,2 gr). Die Unterteilung des Karats erfolgt in Bruchzahlen (z.B. 1/10 ct) oder in Dezimalen (z.B. 1,25 ct) mit zwei Nachkommastellen. Kleinst-Diamanten werden nach „Punkt“ ( engl. „Point“) gewogen was 1/100 ct (= 0,01 ct ) entspricht. Bei Gold beziehen sich die Karatangaben auf den Anteil von reinem Gold zu anderen Metallen. Auf 24 Anteile gerechnet entspricht 18ct Gold also 18 Anteile Gold und 6 Anteile andere Metalle.

Karatpreis

Der Karatpreis nimmt mit der Größe der Edelsteine progressiv zu. Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick der Progression bei Diamanten (Beispiel: lupenrein, hochfeines weiß, Brillantschliff)

 edelstein_tabelle02

 

 

 

 

 

Karatzahl

Beim Goldschmuck ist Karat keine Gewichtseinheit sondern eine Kennzahl (Qualitätsbezeichnung) über den Feingoldanteil, siehe Goldlegierung.

Karfunkelsteine

Eine alte Bezeichnung für die roten Edelstein-Varietäten von Korund ( Rubin), Spinell und Granat.

Karneol

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Quarz
Untergruppe Chalcedon
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) orangefarben bis braunrot
Glanz meist matt
Transparenz trüb durchscheinend
Dichte 2,58 – 2,64
Hauptfundorte Brasilien, Uruguay, Indien

 edelstein_zweierpack_rot

 

 

Der Karneol ist die orangefarben bis braunrote Varietät der Chalcedone. Der Name ist vom lateinischen „carneolus = fleischfarben“ abgeleitet.

Katzenauge (Chrysoberyll-Katzenauge)

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Chrysoberyll
Mohshärte 8,5 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) honiggelb und mintgrün
Glanz Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,7 – 3,78
Hauptfundorte Brasilien, Tansania, China, Indien und Sri Lanka

edelstein_silber

 

 

 

Die Katzenaugen sind eine Varietät der Chrysoberyll-Gruppe. Andere Namen sind Cymophan oder Kymophan.

Korallen

Mineralklasse Organische Verbindung
Mohshärte 3 - 4
Strichfarbe weiß
Farbe(n) weiß, rosa, rot, oft weiß und rosa gefleckt
Glanz matt oder wachsglänzend
Transparenz durchscheinend, undurchsichtig
Dichte 2,60 – 2,70
Hauptfundorte westlichen Mittelmeerländer, Kanarische Inseln, Indonesien, Malaysia, Thailand, Philippinen, Taiwan, Japan

edelstein_zweierpack_rothaufen

 

 

 

Korallen sind die Stützgerüste kleiner Polypen, die durch ihre Fußscheiben Kalksubstanz ausscheiden und dadurch Riffe, Atolle und Korallenbänke mit vielfach verzweigten Stöcken bis zu einer Meerestiefe von 300 m aufbauen. Korallen bestehen zu 90% aus Kalk. Varietäten sind Edelkoralle und Blaue und Schwarze Koralle.

Korund

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Mohshärte 9,0 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) farblos, in verschiedenen Farben
Glanz Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,9 – 4,1
Hauptfundorte Myanmar, Thailand, Sri Lanka, Tansania und Australien

Gruppe von Edelsteinen in verschiedenen Farben auch farblos und zonar getönt. Die roten Varietäten heißen Rubin, alle anderen ( farblos, rosa, gelb, grün, violett ) aber insbesondere die blauen werden Saphir genannt. Gelborangene Korunde werden im Handel auch als Padparadscha bezeichnet.

Kunzit

Mineralklasse Silicate
Gruppe Spodumen
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) rosa- bis hellviolett
Glanz starker Glasglanz
Transparenz durchsichtig
Dichte 3,15 – 3,21
Hauptfundorte Myanmar, Brasilien, Madagaskar, USA

 edelstein_rosa

 

 

Das Mineral wurde 1903 erstmals von George Kunz, einem Mitarbeite von Tiffany & Co., in Kalifornien, in Schmucksteinqualität gefunden. Die gelb- und grünfarbigen Varietäten von Spodumen heißen Hiddenit.

Lapislazuli

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 5,0 – 6,0
Strichfarbe hellblau
Farbe(n) blau, grünlichblau, violett
Glanz Glas- bis Fettglanz
Transparenz undurchsichtig
Dichte 2,38 – 2,42
Hauptfundorte Afghanistan, Russland, Chile, USA, Myanmar, Angola

 edelstein_zweierpack_blau

 

 

Der Lapislazuli setzt sich aus mehreren Gesteinen zusammen, daher schwanken die Daten für diese Steine sehr. Die Farben sind meist fleckig oder gestreift, selten gleichmäßig verteilt. Der Name steht für „blauer Stein“. Umgangssprachlich auch als Lapis, Lasurit oder Lasurstein bezeichnet. Die Verwendung von Lapislazuli zur Schmuckherstellung in Mesopotamien lässt sich bis 2650 v. Chr. zurückverfolgen.

Legierung

Vermengung verschiedener Metalle zur Verbesserung ihrer Eigenschaften, z.B. der Härte oder der Farbe. Legierungen findet man meist bei Münzen und Schmuckstücken. Legieren stammt ursprünglich aus dem lateinischen „ligare“ und bedeutet zusammenbinden, verbinden oder auch vereinigen.

Malachit

Mineralklasse Carbonate
Mohshärte 3,5 –4,0
Strichfarbe hellgrün
Farbe(n) hell- bis schwarzgrün, oft gebändert
Glanz Glas- bis Seidenglanz, auch matt
Transparenz durchscheinend, undurchsichtig
Dichte 3,25 – 4,10
Hauptfundorte Deutschland, Russland, Kongo, Sambia, Simbabwe, USA

 edelstein_grunstreifen

 

 

Die grüne Farbe ( Gr. = malache für malwe ) und die geringe Härte ( gr. = malakos für weich ) geben dem Malachit den Namen. Ein beliebter Schmuck- und Dekorstein, der auch oft zur Herstellung zu Utensilien und kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet wird. Wird auch als „Hebammenstein“ bezeichnet.

Mandarin Granat (Spessartin)

Mineralklasse Silicate
Gruppe Granat
Mohshärte 6,5 – 7,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) gelblich orange bis bräunlich rot
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig, durchscheinend
Dichte 4,12 – 4,18
Hauptfundorte Deutschland, Namibia, Myanmar, Brasilien, Sri Lanka, Tansania, USA

 edelstein_hellorange

 

 

Seltener Stein der Granatgruppe. Wurde früher im Spessart gefördert, daher auch der Name. Seit 1991 ist Namibia der Hauptfundort für den Mandarin Granat, der meist zu facettierten Steinen geschliffen wird.

Matrix

Das umgebende Gestein (Muttergestein) in dem ein Edelstein entstanden ist bzw. gefunden wurde.

Mineralklassen

Mineralien können nach verschiedenen Prinzipien geordnet werden. In der Mineralienkunde (Mineralogie) ist folgende Systematik nach ihren chemischen Zusammensetzungen in 8 Klassen üblich. Eine 9. Klasse enthält die Organische Verbindungen, u.a. Perlen, Bernstein und Koralle.

 edelstein_tabelle03

 

 

 

 

 

Mohshärte

Wenn wir von der Härte eines Edelsteins reden ist die Ritzhärte gemeint. Diese ist nach den Wiener Mineralogen Friedrich Mohs (1773 – 1839) benannt.

 perlenlexikon_mohs

 

 

 

 

 

Mohs wählte zehn verschieden harte Mineralien als Vergleichsstücke und gab ihnen Grade von 1 bis 10. Jedes in dieser Skala eingestufte Mineral ritzt das vorhergehende und wird selbst vom nachfolgenden geritzt. Gleich harte Mineralien ritzen sich nicht. Durch vergleichende Anwendung, lässt sich die jeweilige Härte bestimmen.

 edelstein_tabelle04

 

 

 

 

 

 

 

Die Mohshärte sagt nichts über die Schleifhärte eines Steins aus, so hat z.B. ein Diamant eine 90mal größere Schleifhärte als Korunde (Rubine, Saphire).

Mondstein

Mineralklasse Silicate
Gruppe Feldspat
Mohshärte 6,0 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) farblos, gelb, blasser Schimmer
Glanz Glasglanz
Transparenz trüb durchsichtig
Dichte 2,56 – 2,59
Hauptfundorte Sri Lanka, Indien, Myanmar, Brasilien, USA

 edelstein_oval

 

 

Wird auch als Adular bezeichnet, nach einem früheren Fundort in den Alpen. Der Mondstein zeigt je nach Beleuchtung bläuliche, wolken- oder wellenähnliche Schatten und weil diese sich je nach Haltung des Steins wieder ändern, glaubt man darin die zu- und abnehmenden Mondphasen zu erkennen. Er galt in allen Kulturen als magischer Stein.

Morganit (Rosaberyll)

Mineralklasse Silicate
Gruppe Beryll
Untergruppe Edelberyll
Mohshärte 7,5 – 8,0 ( = Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) zart rosfarben bis violett, auch lachsfarben
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 2,71 – 2,90
Hauptfundorte Afghanistan, Brasilien, China, Simbabwe, Namibia, Madagaskar

 edelstein_hellrosa

 

 

Varietät des Edelberylls. Der Name geht auf den amerikanischen Bankier J.P.Morgan zurück. Die Steine der Beryll-Gruppe gehören neben Diamant, Rubin und Saphir zu den wertvollsten Edelsteinen im Schmuckhandel.

Moosachat

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Untergruppe Chalcedon
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) farblos mit grünen, roten und braunen Einlagerungen
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend
Dichte 2,58 – 2,64
Hauptfundorte Indien, China, Russland, USA

 edelstein_weissgrau

 

 

Nicht zu verwechseln mit den Achaten, da die Einlagerungen nicht gebändert sind.

Navette (Navettenschliff)

Ein mandelförmiger Facettenschliff für Edelsteine, siehe Cut (Schliff).

Mineralklasse Silicate
Gruppe Jade
Mohshärte 6,0 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) grün, auch andere Farben
Glanz Glasglanz
Transparenz undurchsichtig
Dichte 2,90 - 3,03
Hauptfundorte Neuseeland, Brasilien, China, Russland, Simbabwe

 edelstein_grunrund

 

 

Der Name Nephrit (gr. Niere) steht wie Jade für die Annahme, dass es sich um einen besonderen Heilstein handelt. Wird meist zu Halsketten aber auch zu Dekor- und Kultgegenständen verarbeitet.

Obsidian

Mineralklasse Gestein
Mohshärte 5,0 – 5,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) schwarz, grau, braun, grün
Glanz Glasglanz
Transparenz durchscheinend, undurchsichtig
Dichte 2,35 – 2,60
Hauptfundorte Ecuador, Indonesien, Italien, Japan, Mexiko, USA

 edelstein_achteck

 

 

Der Name leitet sich von dem Römer Obsius her, der in der Antike den ersten Obsidian von Äthiopien nach Rom gebracht haben soll. Er ist in relativ großen Mengen vorhanden und daher sein Preis vergleichsweise niedrig.

Olivin

Grünfarbiger Varietät von Peridot, siehe dort.

 edelstein_hellgrunlight

 

 

Onyx

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Untergruppe Chalcedon
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) schwarz, zweifarbig schwarz-weiß geschichtet
Glanz Glasglanz
Transparenz undurchsichtige bis schwach durchscheinende
Dichte 2,58 – 2,64
Hauptfundorte Brasilien, Madagaskar, Mexiko, Pakistan, Uruguay, USA

edelstein_schwarzhaufen

 

 

 

Wegen seiner schwarzen Farbe wurde der Onyx Mittelalter auch als "Unheilstein" bezeichnet. 

Opak

Bezeichnet den Zustand eines Steins wenn er undurchsichtig ist.

Opal

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Mohshärte 5,5 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) Alle Farben auch farblos möglich
Glanz Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 1,9 – 2,5
Hauptfundorte Australien, Brasilien, Guatemala, Honduras, Japan , USA

 edelstein_zweierpack_oval

 

 

Die physikalischen Eigenschaften der verschiedenen Opale unterliegen erheblichen Schwankungen. Man unterscheidet generell in Gemeine Opale, gelbrote Feueropale und schillernden Edelopale. Der Der Begriff Opal stammt vermutlich von dem altindischen Wort „upala = kostbarer Stein“ ab.

Opalisieren

Nur bei Edelopalen und hier besonders bei gerundeten Schliffformen, tritt das Phänomen des opalisieren auf. Hierbei handelt es sich um ein regenbogenartiges Farbspiel, welches sich je nach Blickwinkel verändert.

Padparadscha

Die rot-orangene Varietät des Korunds. Der Name kommt ist singhalesisch und heißt „Lotusblüte“. Siehe Korund.

 edelstein_rotdreieck

 

 

Palladium

Palladium ist ein silberweiß glänzendes Metall, das zu den vier Edelmetallen zählt. Es ist etwas härter als Platin, lässt sich aber gut schmieden und wie Gold zu Folien auswalzen.
Palladium ist ein seltenes Element, das aber noch häufiger vorkommt als Gold und Platin. Häufig wird Palladium als "das günstigere Platin" bezeichnet, was daran liegt, dass beide Edelmetalle einige Ähnlichkeiten bezüglich ihres chemischen Verhaltens aufweisen.
Entdeckt wurde das Edelmetall erst 1803 von William Hyde Wollaston. Er benannte es 1804 nach dem zwei Jahre zuvor entdeckten Asteroiden Pallas, der wiederum nach der griechischen Göttin Pallas Athene benannt worden war.

Peridot

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) olivgrün, gelblich, bräunlich, selten grau oder farblos
Glanz Glasglanz, auf Bruchflächen Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis durchscheinend
Dichte 3,27 – 4,20
Hauptfundorte Deutschland, Österreich, Norwegen, Kanada, USA, Ägypten, Südafrika, Russland

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Grünfarbiger Schmuckstein der auch als Chrysolith oder Olivin bezeichnet wird, im Handel hat sich aber allgemein der Name Peridot durchgesetzt. Ein Schmuckstein der schon im antiken Ägypten zur Schmuckherstellung verwendet wurde.

Perlen

Dringt ein Fremdkörper in eine Auster ein, versucht diese ihn auszustoßen. Misslingt dies, beginnt die Auster den Eindringling mit Schichten aus Perlmutt zu umschließen, so entsteht eine Naturperle. Zuchtperlen wachsen in gleicher Weise heran nur mit dem Unterschied, dass die Züchter einen sogenannten Perlmutterkern in die Auster einsetzen. Naturperlen spielen heute keine Rolle mehr. Die meisten Zuchtperlen werden heute in Japan, China und auf den Inseln in der Südsee gezogen. Nach der Klassifizierung der CIBJO werden Perlen als Schmucksteine geführt und in der Mineralogie als organische Verbindung. Naturperlen spielen heute im Handel und bei der Schmuckherstellung keine Rolle mehr. Die Jahresproduktion von Zuchtperlen wird weltweit auf ca. 2.500 Tonnen geschätzt.

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Perlmutt

Perlen bestehen zu ca. 92% aus Perlmutt. Perlmutt ist ein Biomineral und auch die Schalen von Muscheln bestehen aus dem glänzenden Perlmutt, welches auch oft zur Schmuckherstellung verwendet wird.

Picolit

Die braune Varietät des Spinells.

Platin

Platin zählt zu den Elementen und hat das chemische Zeichen Pt (= Platinum). Platin ist eines der am seltensten vorkommenden Metalle und ist mit Abstand das teuerste der vier Edelmetalle. Gründe hierfür sind die knappen Vorkommen und die relativ aufwendige Methode zur Förderung. Um eine Feinunze Platin mit 95% Reinheitsgehalt zu erhalten, erfordert es zehn Tonnen Erz und einen 5-monatigen Veredelungsprozess.

Mohshärte 3,5
Farbe(n) grauweiß
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Dichte 21,45
Hauptfundorte Südafrika, Russland, USA, Kanada, Norwegen und Australien

Platin ist das schwerste, seltenste, reinste und härteste Edelmetall. Sein Schmelzpunkt liegt bei 1773 Grad Celsius. Platin ist äußerst korrosionsbeständig und ein weiches leicht schmiedbares Schwermetall. Auf Grund dieser Eigenschaften und seiner hohen Haltbarkeit, eignet sich Platin besonders für die Herstellung hochwertiger Schmuckwaren.

Verglichen mit Gold und Silber hat Platin eine relativ kurze Geschichte. Erst 1856 gelang es dem deutschen Chemiker und Apotheker Wilhelm Carl Heraeus Platin in einer Knallgasflamme zu schmelzen und dadurch besser nutzbar zu machen.

Das weiß glänzende Metall kannten zwar schon die antiken Ägypter. Doch als allein stehendes Element wurde Platin erst viel später, auf der Suche nach Gold in Lateinamerika, durch die Spanier wahrgenommen. Damals störte es noch bei der Extraktion von Gold.

In Südafrika befinden sich etwa 80 Prozent der weltweit aktuell bekannten Platin-Reserven. Die drei wichtigsten Produzenten sind Anglo American, Impala Platinum und Lonmin.

Die weltweite Produktion von Platin ging im Jahr 2015 leicht auf 178 to zurück, im Jahr 2014 betrug sie noch 200 to.

An den Weltbörsen wird Platin unter dem Kürzel XPT gehandelt und der Preis für Platin wird immer in US$ je Feinunze                 ( 1 Feinunze = 31,1 gr.) angegeben. Seit 1999 bis heute volatierte der Preis für Platin zwischen US$ 409,50 und US$ 2.232,50 und notiert aktuell bei US$ 901,50 (Stand: Dez 2016), dies entspricht US$ 28.990,00 für ein Kilogramm.

Pleochroismus (Mehrfarbigkeit)

Eigenschaft von Edelsteinen, je nach Lichteinfall mehrere Farben zu zeigen. Dies wird verursacht durch eine ungleiche Absorption des Lichts doppelbrechender Kristalle bestimmter Mineralien.

Pyrop (Granat)

Mineralklasse Silicate
Gruppe Granat
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) rot, häufig mit Stich ins Bräunliche
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,62 – 3,87
Hauptfundorte Australien, Myanmar, Brasilien, Nigeria, Tansania, Tschechien, USA

 edelstein_dunkelrot

 

 

Allgemein wird als Granat die rote Varietät Pyrop verstanden. Zählt zu den „Karfunkelsteinen“ und war früher ein beliebter Modestein. Der Name leitet sich vom griechischen Wort für „feurig“ ab.

Quarz

Ist die Bezeichnung für eine Gruppe von Mineralien innerhalb der Mineralklasse der Oxide und Hydroxide, mit gleichen chemischen Zusammensetzungen und ähnlichen physikalischen Eigenschaften. Der Name leitet sich von dem slawischen Wort für „hart“ ab. Die bekanntesten Varietäten zur Schmuckherstellung sind:

  • Achat
  • Amethyst
  • Bergkristall
  • Chalcedon
  • Chrysopras
  • Citrin
  • Jaspis
  • Karneol
  • Moosachat
  • Rosenquarz
  • Tigerauge

Rhodinieren

Silber und Gold dunkelt mit der Zeit sehr stark bzw. verliert trotz regelmäßiger Pflege seinen Glanz. Um das zu verhindern werden teure Schmuckstücke aber auch Uhren und andere Wertgegenstände mit einer sehr dünnen Schicht Rhodium (Rhodiumsulfat) galvanische beschichtet. Diese Vorgehensweise nennt man rhodinieren. Rhodium selbst ist ein sehr seltenes Edelmetall aus der Gruppe der Platinmetalle.

Rhodonit (Mangankiesel)

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 5,5 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) dunkelrot, oft mit schwarzen Einlagerungen
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,40 – 3,74
Hauptfundorte Australien, Finnland, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Schweden, Südafrika, Tansania, USA

 edelstein_rosaschwarz

 

 

Ist ein eher selten vorkommendes Mineral. Der Name stammt vom griechischen Wort für „Rose“. Wird meist als Cabochon für Halsketten verwendet, aber auch zu kunstgewerblichen Gegenständen verarbeitet.

Rondiste (Rundiste)

Die seitliche zwischen Ober- und Unterteil liegende Kante eines Facettenschliffs.

Rosenquarz

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Quarz
Mohshärte 5,5 – 6,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) blassrosa bis kräftig rosa
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig, durchscheinend
Dichte 2,65
Hauptfundorte Brasilien, Madagaskar, Indien, USA, Mosambik und Namibia

 edelstein_rosarot

 

 

Der Stein ist oft etwas trüb und oft rissig, deswegen eher für Cabochonschliffe geeignet. Wird auch gerne zu Wandintarsien verarbeitet.

Rubicell

Die gelbrote Varietät des Spinells.

Rubin

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Korund
Mohshärte 9,0 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) rot in verschiedenen Tönungen
Glanz Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,97 – 4,05
Hauptfundorte Myanmar, Thailand, Sri Lanka, Tansania und Australien

 edelstein_zweierpack_rosarot

 

 

Die kräftige rote Farbe (lat. rubens) gab dem Stein seinen Namen. Die rote Farbe ist bei den einzelnen Vorkommen immer etwas unterschiedlich und zeigt verschiedene Tönungen. Am begehrtestes sind Rubine mit einem tiefen reinen Rot. Der Rubin symbolisiert Liebe, Leidenschaft und Macht und wurde seit dem Mittelalter in viele Insignien der Macht, wie Kronen, Zepter, etc. eingearbeitet. Gehört neben dem Diamant zu den teuersten Edelsteinen der Welt.

Rubinspinell

Die rote bis dunkelrote Varietät des Spinells.

Rubellit

Bezeichnung für die rote Varietät der Turmaline.

 edelstein_pink

 

 

Saphir

Mineralklasse Oxide und Hydoxide
Gruppe Korund
Mohshärte 9,0 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) blau in verschiedenen Tönungen; farblos, rosa, orange, gelb, grün, violett und schwarz
Glanz Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,95 – 4,03
Hauptfundorte Myanmar, Thailand, Sri Lanka, Tansania und Australien

 edelstein_viererpack_bund

 

 

Die Name Saphir ( gr. „blau“ ) wurde früher für verschiedene Steine verwendet. Heute werden als Saphir alle nicht roten Korunde bezeichnet, wobei den nicht blauen Steinen die jeweilige Farbbezeichnung hinzugefügt wird, z.B. „gelber Saphir“. Die rot-orangene Varietät wird Padparadscha genannt. Er gilt als der Stein des Glauben und Seelenfriedens und wurde im Mittelalter bevorzugt von kirchlichen Würdenträgern getragen. Gehört neben dem Diamant zu den teuersten Edelsteinen der Welt.

Saphirspinell

Die blaue Varietät des Spinells.

Schliff

siehe Cut (Schliff).

Schörl

Die schwarze Varietät der Turmaline.

Silber

Silber zählt zu den Elementen, hat das chemische Zeichen Ag ( = Argentum ) und gehört zu den vier Edelmetallen.
Es ist ein weißes Metall, das alle anderen Metalle in Helligkeit der Farbe, Polierfähigkeit und Reflexionsvermögen übertrifft. Zudem ist Silber das Metall mit der höchsten Leitfähigkeit für Elektrizität und Wärme. Es lässt sich leicht verarbeiten und reagiert nur mit wenigen chemischen Substanzen.

Mohshärte 2,5 - 4,0
Farbe(n) silberweiß, weißgrau (metallisch), auch schwarz anlaufend
Glanz Metallglanz
Transparenz undurchsichtig
Dichte 9,6 – 12,0
Hauptfundorte Peru, Mexiko, China, Chile, Australien, USA

Schon bei den alten Ägyptern war Silber als Mondmetall bekannt. Wegen seiner Dehnbarkeit und Weichheit eignet sich Silber besonders für die Herstellung von Schmuckwaren, aber auch für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen (z.B. Besteck).

Eine große Rolle spielte Silber schon in den Geldsystemen des Römischen Reiches und vor allem in China.

Große Mengen Silber werden heute auch zunehmend in der Elektrotechnik und der Fotographie verwendet. Da Bakterien und Keime nicht auf einer Silberoberfläche überleben können, wird Silber bevorzugt in der Lebensmitteltechnik, der chemischen Industrie und der Pharmazie eingesetzt.

Gold ist aktuell ca. 70-mal teurer als Silber.

Gewonnen wir Silber zunehmend bei der Förderung von Basismetallen. Reines Silber (gediegenes Silber) kommt in der Natur noch seltener vor als Gold. Silbererze sind häufig mit Bleierzen vermischt. Weltweit fallen bereits mehr als 70% der Silberminenproduktion als Nebenprodukt von Kupfer, Blei und Zink an. 

Die weltweite Produktion von Silber betrug im Jahr 2015 ca. 27.300 to, im Jahr 2014 waren es noch ca. 26.100 to.

An den Weltbörsen wird Silber unter dem Kürzel XAG gehandelt und der Preis für Silber wird immer in US$ je Feinunze              ( 1 Feinunze = 31,1 gr.) angegeben. Seit 1999 bis heute volatierte der Silberpreis zwischen US$ 3,96 und US$ 48,48 und notiert aktuell bei US$ 15,85 (Stand: Dez 2016), dies entspricht US$ 510,00 für ein Kilogramm.

Silberlegierungen

Silber ist ein sehr weiches und dehnbares Edelmetall. Es muss deshalb vor der Verarbeitung legiert werden um die Festigkeit zu verbessern, meistens geschieht dies mit Kupfer, weil es die Farbe des Silbers nicht verändert.
Die üblichen Silberlegierungen für Schmuckzwecke sind:

 edelstein_tabelle05

 

 

 

 

 

 

Smaragd

Mineralklasse Silicate
Gruppe Beryll
Mohshärte 7,5 – 8,0 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) grün, smaragdgrün, gelblichgrün
Glanz lebhafter Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 2,67 – 2,78
Hauptfundorte Kolumbien, Brasilien, Australien, Simbabwe und Madagaskar

 edelstein_zweierpack_grun

 

 

Die Name Smaragd kommt vom griechischen Wort „smaragdos“ was grüner Stein bedeutet. Er gilt als der edelste Stein in der Beryll-Gruppe. Smaragdminen gab es schon im antiken Ägypten und bei den Inkas. Wegen seinem unvergleichlich leuchtenden Grün wurde dieses als eigenständiger Farbton eingeführt. Oft ist der Smaragd durch Einschlüsse getrübt; diese gelten jedoch nicht als Fehler bzw. sind nicht wertmindernd, da sie auch als Identitätsmerkmal von Smaragden angesehen werden.

Smaragdschliff

Für Smaragde entwickelter Schliff (Treppenschliff), der die besondere Sprödigkeit des Materials berücksichtigt, sowie seine Farbe (mehr als die Brillanz) hervorhebt, siehe auch Cut (Schliff).

 edelstein_dunkelfroschgrun

 

 

Sodalith

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 5,5 – 6,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) weiß, blau, grau
Glanz Glasglanz, auf Bruchstellen Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 2,24 – 2,40
Hauptfundorte Brasilien, Indien, Kanada, Russland, Namibia, USA

 edelstein_earth

 

 

Zur Herstellung von Schmuck und Ziergegenständen werden nur die blauen Varietäten verwendet, welche meist von weißen Adern durchsetzt ist.

Solitär

Ein einzeln gefasster Diamant, meist im Brillantschliff.

Spaltbarkeit

Viele Mineralien lassen sich nach ebenen Flächen teilen und auch in mehreren Richtungen. Je nachdem wie leicht sich ein Mineral spalten lässt unterscheidet man vollkommene, gute und undeutliche Spaltbarkeit. Edelsteinschleifer müssen besonders auf die Spaltbarkeit und die Verläufe der Spaltebenen achten um keine späteren Sollbuchstellen zu schaffen. Es gibt auch Mineralien ( z.B. Quarze) die sich gar nicht spalten lassen.

Spessartin (Granat)

Mineralklasse Silicate
Gruppe Granat
Mohshärte 6,5 – 7,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) gelblich orange bis bräunlich rot
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig, durchscheinend
Dichte 4,12 – 4,18
Hauptfundorte Deutschland, Namibia, Myanmar, Brasilien, Sri Lanka, Tansania, USA

 edelstein_zweierpack_rund

 

 

Seltener Stein der Granatgruppe. Wurde früher im Spessart gefördert, daher auch der Name. Seit 1991 ist Namibia der Hauptfundort für Spessartin. Die dort geförderten Steine werde im Handel als „Mandarin Granat“ bezeichnet und meist zu facettierten Steinen geschliffen wird.

Spezifisches Gewicht

Das Verhältnis des Gewichts eines Körpers zu seinem Volumen, meist in Gramm pro Kubikzentimeter angegeben. Bei Edelsteinen wird das spezifische Gewicht als Dichte bezeichnet. Eine Dichte unter 2 wird als leicht, solche von 2 – 4 als normal und jene über 4 als schwer empfunden.

Spinell

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Mohshärte 8 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) rot, gelb, braun, blau, grün, schwarz
Glanz Glasglanz, matt
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,54 – 3,63
Hauptfundorte Myanmar, Sri Lanka, Brasilien, Tansania, USA

 edelstein_dreierpack_rbs

 

 

Spinell ist grundsätzlich eine Bezeichnung für eine ganze Gruppe von Mineralien, jedoch erreichen nur wenige Edelsteinqualitäten. Den Handelsnamen Spinell gab es schon im 16. Jahrhundert und ist vom lateinischen Spinella = kleiner Dorn abgeleitet. Erst ca. 1850 wurde Spinell als eigenständiges Mineral erkannt, vorher wurden die Steine zu den Rubinen gezählt. Da insbesondere die rotfarbigen Varietäten oft zu Schmuckstücken verarbeitet wurde sind viele historische Rubine in Wahrheit Spinelle. Die Spinellgruppe umfasst eine ganze Reihe von farbigen Varietäten mit verschiedenen Handelsnamen. Balasrubin - blassrot, Ceylanit - grünschwarz bis schwarz, Chlorospinell - grün, Picolit - braun, Rubicell - gelbrot, Rubinspinell - rot bis dunkelrot, Saphirspinell - blau

Starlit

Bezeichnung für die blaue Varietät von Zirkon, meist entstanden durch Brennen andersfarbiger Zirkone, siehe Zirkon.

 edelstein_blauhell

 

 

Strass

Bezeichnung für Diamant-Imitationen, hergestellt aus bedampften Glassteinen, meist mit facettierter Oberfläche. Benannt nach dem Juwelier Joseph Strasser der erstmals 1758 in Wien diese Schmucksteine als Diamantersatz entwickelte. Der alte Name pierres de strass („Steine von Strass“) bürgerte sich im deutschen Sprachraum in der Abkürzung „Strass“ als Synonym für Diamant-Imitationen ein. Früher wurden diese auch als „Simili“ bezeichnet und im Englischen heute noch als „Rhinestone“.

Strichfarbe

Durch Reiben auf einer rauhen Porzellantafel (Strichtafel) lässt sich die Eigenfarbe, d.h. die nicht verunreinigte Ursprungsfarbe eines Minerals erkennen. Bei härteren Mineralien empfiehlt es sich ein kleines Stück zu pulverisieren und dann auf der Tafel zu verreiben. Die Strichfarbe eines Minerals ist unabhängig von der Farbtönung immer gleich und daher ein wichtiges Erkennungsmerkmal.

Synthetische Steine

Durch technische Verfahren hergestellte Schmucksteine, die in ihren Eigenschaften und Aussehen den natürlichen mineralischen Vorbildern sehr ähnlich sind. Synthetische Steine müssen im Handel als solche gekennzeichnet sein.

Tafel

Die obere Schlifffläche eines Schmucksteins.

Tansanit

Mineralklasse Silicate
Gruppe Zoisit
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) blau, violett
Glanz Glasglanz, matt
Transparenz durchsichtig
Dichte 3,35

 edelstein_dunkellila

 

 

Typisch für den Tansanit ist seine ausgeprägte Vielfarbigkeit, je nach Blickrichtung auf den Kristall. Auch Tansanit-Katzenauge bekannt. Einziger Fundort ist Tansania, daher auch seine hoher Marktpreis. Erst seit 1967 als Schmuckstein im Handel.

Tigerauge

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Mohshärte 6,5 – 7,0
Strichfarbe gelb bis braun
Farbe(n) goldbraun, gelbbraun
Glanz Seidenglanz
Transparenz undurchsichtig
Dichte 2,58 – 2,64
Hauptfundorte Südafrika, Australien, Myanmar, Indien USA

 edelstein_braun

 

 

Bei hohen Cabochons zeigt sich ein Lichtstreifen an der Oberfläche, der an die Schlitzpupille eines Tigers erinnert, daher der Name. Eisen bewirkt die goldgelbe Farbe, oft mit hellen Streifen. Wird meist zu modischen Halsketten verarbeitet.

Topas (Edeltopas)

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 8 (= Edelsteinqualität )
Strichfarbe weiß
Farbe(n) farblos, gelb, rotbraun, hellblau, rot, violett, hellgrün
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig, durchscheinend
Dichte 3,49 – 3,57
Hauptfundorte Deutschland, England, Brasilien, Sri Lanka, Myanmar, Pakistan, Russland

 edelstein_zweierpack_blauorange

 

 

Die Farben sind selten kräftig, am häufigsten ist Gelb mit einem Stich ins Rötliche und am wertvollsten Rosa bis Rötlichorange. Der Topas ist schon seit 2000 Jahren als Edelstein bekannt und wurde schon im Neuen Testament als einer der 12 apokalyptischen Steine genannt.

Transparenz

Der Grad der Durchsichtig- bzw. Lichtdurchlässigkeit. Ist in der Physik die Fähigkeit von Materie, elektromagnetische Wellen durchzulassen (Transmission). Im Alltag wird der Begriff meist auf eine Lichtdurchlässigkeit bezogen. Setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern „trans“ durch und „parere“ „sich zeigen, scheinen.

Treppenschliff

Eine Schliffart welche sowohl bei Edel- als auch bei Schmucksteinen Anwendung findet. Der bekannteste Treppenschliff ist der Smaragdschliff, siehe auch Cut (Schliff).

Triplette

Ein gestalterisches Mittel zur Schmuckgestaltung aber auch eine Art der Edelsteinnachahmung sind zusammengesetzte Steine. Hierbei wird ein natürlicher Stein mit einem anderen, niedrig wertigeren Stein oder aber auch mit Glas oder Kunststoff zusammengefügt bzw. zusammengeklebt. Die so entstehenden zweiteiligen Schmucksteine nennt man Dublette, dreiteilige Triplette.

Tsavorit (Tsavolith)

Mineralklasse Silicate
Gruppe Granat
Mohshärte 6,25 – 7,25
Strichfarbe weiß
Farbe(n) hell bis dunkelgrün
Glanz Glasglanz bis Hartglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,54 – 3,63
Hauptfundorte Tansania, Kenia

 edelstein_grunoval

 

 

Benannt nach seinem Hauptfundort am Fluss Tsavo im Grenzgebiet zwischen Kenia und Tansania. Seit 1974 unter dieser Bezeichnung im Handel.

Türkis

Mineralklasse Phosphate
Mohshärte 5,0 – 6,0
Strichfarbe weiß
Farbe(n) himmelblau, blaugrün, apfelgrün
Glanz Wachsglanz, auf frische Bruchstellen auch Glasglanz
Transparenz durchscheinend, undurchsichtig
Dichte 2,31 – 2,84
Hauptfundorte Iran, Afghanistan, China, Tibet, Israel, Ägypten, USA

 edelstein_turkis

 

 

Galt schon bei den alten Ägyptern als Himmelstein und auf 3000 v. Chr. lassen sich einige Grabbeigaben zurückdatieren. Der Name Türkis bedeutet „türkischer Stein“. Reine blaue Farbe ist sehr selten, meist wird Türkis von dunklen Adern anderer Mineralien durchzogen oder ist von Nebensteinen durchsetzt. Himmelblau ist im Handel die begehrteste Farbe des Türkis. Alte Bezeichnung „Kallait“.

Turmalin

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 7,0 – 7,5 (= Edelsteinqualität)
Strichfarbe weiß
Farbe(n) rosa bis rot, gelb bis braun, grün, blau, violett, schwarz, auch farblos
Glanz Glasglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,02 – 3,26
Hauptfundorte Italien, Brasilien, USA, Sri Lanka, Malawi, Myanmar, Madagaskar, Russland, Australien, Mosambik

 edelstein_viererpack_lila

 

 

Der Name stammt vom singhalesischen Wort „turamali“ ab, das mit „Stein mit gemischten Farben “ übersetzt werden kann. Gelangte erstmals 1703 als Edelstein nach Europa. Stark ausgeprägt sind sein Dichroismus und die unterschiedlichen Farbtönungen. Rein einfarbige Turmaline sind recht selten. Die Turmalingruppe umfasst eine ganze Reihe von farbigen Varietäten mit verschiedenen Handelsnamen. Achroit - farblos, Dravit - gelb bis braun, Elbait - grün, Indigolith - blau, Rubelitt - rosa bis rot, Schörl - schwarz

Unikat

Schmuck- oder Kunststück, das nur einmal (bzw. bis zu maximal 12 Stück ) angefertigt wurde.

Uwarowit (Granat)

Mineralklasse Oxide und Hydroxide
Gruppe Quarz
Untergruppe Granat
Mohshärte 6,5 – 7,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) kräftiges grün
Glanz Glas- bis Fettglanz; meist matt
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,41 – 3,52
Hauptfundorte Finnland, Indien, Kanada, Polen, Russland, USA

 edelstein_grundoppel

 

 

Seinen Namen erhielt das Mineral nach dem russischen Grafen Sergei Uwarow. Die ersten Funde wurden im Ural gemacht. Die früheste wissenschaftliche Beschreibung von Uwarowit stammt aus dem Jahre 1832.

Varietät

Eine Untergruppe innerhalb einer Mineralsorte, die sich durch Aussehen, Farbe und anderen Eigenschaften von der Hauptgruppe unterscheidet.

Zirkon

Mineralklasse Silicate
Mohshärte 6,5 – 7,5
Strichfarbe weiß
Farbe(n) selten farblos, gelb, braun, orange, rot, violett, blau grün
Glanz Diamantglanz, auf Bruchflächen Fettglanz
Transparenz durchsichtig bis undurchsichtig
Dichte 3,9 – 4,8
Hauptfundorte Brasilien, Kambodscha, Myanmar, Thailand, Korea, USA, Sri Lanka, Madagaskar, Tansania, Australien, Russland

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Steine in gelbroter bis rotbrauner Varietät heißen Hyazinth, blaue werden Starlit und strohgelbe bis nahezu farblose Jargon genannt. Der Name kommt aus dem Persischen und steht für „goldfarben“. Die farblosen Zirkone werden meist mit einem Brillant- oder Treppenschliff versehen und sehen dadurch Diamanten sehr ähnlich.

Zirkonia

Ein synthetischer Zirkon. Wird meist bei der Schmuckherstellung als Imitation von Diamant eingesetzt.

Erklärung:

Bei allen Inhalten dieses Schmuck- und Edelstein-Lexikons handelt es sich um Wissen der Allgemeinbildung. Wir haben die Daten, Fakten und Informationen sorgfältig zusammengetragen und dabei auch auf eine Vielzahl von unterschiedlichen Quellen in verschiedenen Sprachen zurückgegriffen. Es wurde aber darauf verzichtet Quellenangaben zu nennen und ein Literaturverzeichnis zu erstellen, da keine Urheberrechte erkannt bzw. zugeordnet werden konnten. Die zur besseren Illustration der Wissensinhalte notwendigen Grafiken, Tabellen, und Fotos wurden von uns zum Teil selbst erstellt oder wurden Medien entnommen deren Inhalte als frei verfügbar und lizenzfrei gelten und die für deren Weiterverwendung keine Urheberrechte geltend gemacht haben. Die Verwendung von Markennamen und Logos dienen nur der allgemeinen Wissensvermittlung, alle Rechte liegen bei deren Inhabern. Ergänzend hierzu verweisen wir auf unseren Urheberrechtshinweis im Impressum.